Entwicklungsbericht des Erwachsenbildungsprojektes 2015 (*.pdf)

Entwicklungsbericht des Erwachsenbildungsprojektes 2014 (Februar 2015) (*.pdf)
Konzept Erwachsenenbildungprojekt 2014 (*.pdf)

Entwicklungsbericht des Erwachsenbildungsprojektes 2011/2012 (März 2012) (*.pdf)
Entwicklungsbericht des Erwachsenbildungsprojektes (März 2011) (*.pdf)


                                   

Bildungsangebot für Roma und Sinti zwischen 26 und 65 Jahren



Einleitung

In der Bundesrepublik leben etwa 70.000 deutsche Roma und Sinti und weit über 100.000 Roma-Migranten und -Flüchtlinge. Neben aufenthaltsrechtlichen Problemen ist die existentielle Versorgung bei etlichen Familien nicht gesichert. Die Unterkünfte sind oft völlig desolat, am Stadtrand gelegen und nicht familiengerecht, was zu erheblichen Konflikten intern und mit der Nachbarschaft führt. Diskriminierung und rassistische Haltungen von Einzelpersonen oder öffentlichen Institutionen sind nach wie vor im Umgang mit den Roma an der Tagesordnung. Polizeiliche Übergriffe, Benachteiligung in Schule, Beruf, Ausbildung und bei der Wohnungssuche dokumentieren eine Struktur der Ausgrenzung. Das traditionell klischeehafte Bild über den „Zigeuner“ dominiert die Medien. Unzulässige Generalisierungen, die vorsätzliche Unterlassung von Differenzierung und der Appell an tief sitzende Ressentiments bestimmen die überwiegende Berichterstattung. Dies erschwert den gleichberechtigten Umgang der Minderheit mit der Mehrheit erheblich, insbesondere vor dem Hintergrund der generativen Erfahrung der deutschen Roma und Sinti von Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus.

Bereits in der Formulierung der Leitlinien des Equal-Programms 2003 und im Aktionsprogramm 2001 bis 2006 zur Bekämpfung von Diskriminierung wird von der EU-Kommission besonderer Handlungsbedarf in Bezug auf die Situation der Roma, die die größte ethnische Gruppe (über acht Millionen Menschen) in Europa ist, festgestellt. Schulische und berufliche Bildung, die Entwicklung von Beschäftigungsstrategien, Öffentlichkeitsarbeit, Unterstützung der Selbstorganisation, Initiativen gegen Rassismus und Ausgrenzung stehen auch in der Roma-Dekade der Weltbank im Mittelpunkt. In einer Konferenz des Berliner Instituts für vergleichende Sozialforschung Ende 2006 über Berufs- und Bildungsförderung war die Rede von einer gegenüber der Mehrheitsbevölkerung bis zu 15fach höheren Arbeitslosigkeit bei Roma und Sinti in Europa. 30 bis 40 % der Betroffenen leben in sog. sozialen Brennpunkten. Marginalisierung, Stigmatisierung und unzureichende Bildungschancen ergänzen ein Bild, in dem die Ablehnung der Minderheit durch die überwiegende Bevölkerung (68 % der Befragten einer repräsentativen Untersuchung möchten Roma und Sinti nicht als Nachbarn haben) tägliche Realität ist. Eine Studie von Unicef (Frühjahr 2007) über die Situation von Roma-Kindern und Jugendlichen in Europa bestätigte die Ausführungen auf  alarmierende Weise. Die letzte europäische Konferenz der Roma in Brüssel (16.9.08) forderte nachdrücklich „Das Recht auf Leben ohne Diskriminierung“ und kennzeichnete in diesem Zusammenhang die Verantwortung der EU-Mitgliedsstaaten. Die Betroffenen protestierten vor allem angesichts der rechtlich unhaltbaren Überprüfungen der Roma durch die Regierung Berlusconi und der Pogrom-Stimmung in Italien.


Der Förderverein Roma e. V.

Der Förderverein Roma e. V. existiert seit sechzehn Jahren und ist aus dem Arbeitskreis Roma, der im Jahre 1989 entstanden ist, hervorgegangen. Er wurde 1993 mit dem Namen „Verein zur Schaffung eines Roma-Gemeindezentrum e. V in das Vereinsregister des Amtsgericht Frankfurt eingetragen. Die Namensänderung erfolgte 1999. Der Verein ist als gemeinnützig im Sinne der Förderung der Jugendpflege, Erziehung und Bildung sowie der Völkerverständigung anerkannt, er ist Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 KJHG und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverein. Zu Zeit beschäftigt der Förderverein Roma 30 Personen. Etwa ein Drittel davon sind Roma. Ansprechpartner waren und sind neben deutschen Roma vor allem Roma-Flüchtlinge aus Osteuropa, insbesondere aus Rumänien. Der Förderverein Roma entstand auf Initiative des AG Roma, der sich Ende der achtziger Jahre bildete. Die unterschiedlichen Mitglieder dieses Arbeitskreises (PädagogInnen, SozialarbeiterInnen, LehrerInnen, AktivistInnen aus der Menschen- und Bürgerrechtsarbeit) waren sich darin einig, dass ein organisiertes Engagement gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung effektiver ist, als einzelnes Handeln. Die Initiative bündelte ihre Kräfte in der Sozial- und Flüchtlingsberatung (Aufenthalt, Existenzsicherung, Bildung) und Öffentlichkeitsarbeit (verschiedene Artikel, Filmbeiträge, Herausgabe eines Buches, Informationsveranstaltungen, Anbringung einer Mahntafel zum NS-Terror am Stadtgesundheitsamt, dreitägige Besetzung des Sozialamtes, Demonstrationen, Kundgebungen, Teilnahme an internationalen Kongressen in Japan, Polen, Spanien und Frankreich, Schottland, Austausch mit ähnlichen Initiativen in Österreich und Griechenland, Mitwirkung an EU-Projekten im Sektor Gesundheit, Bildung und Erwerbstätigkeit). Parallel zu diesen Aktivitäten hielt der Verein ein Angebot im Rahmen der sozialpädagogischen Familienhilfe und Straßensozialarbeit, die schließlich in das Projekt „Schaworalle“ (Hallo Kinder) mündete, vor.

Bis 1999 arbeite der Verein mit der Roma-Union Frankfurt, der Selbsthilfeorganisation der Roma, deren Neugründung der Förderverein maßgeblich betreib, in einer Bürogemeinschaft zusammen. Durch Einrichtung der Kindertagesstätte „Schaworalle“ in der Siolistraße und später in der Stoltzestraße 14-16 bezog der Verein eigene Räumlichkeiten im Zentrum von Frankfurt am Main in der Stoltzestraße 17.

Zurzeit sind 30 Personen im Förderverein Roma e. V. beschäftigt, ein Drittel davon sind Roma. Der Träger ist Absolvent des „Qualitäts-Check PQ-Sys plus“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hessen.

Aus der Satzung

Der Verein ist unabhängig von Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden und Gebietskörperschaften aller Art. Er arbeitet aus sozialer Verantwortung ohne parteipolitische, konfessionelle oder sonstige Bindung.

Der Verein setzt sich für den Bau eines Roma Gemeindezentrums in Frankfurt am Main sowie für die Errichtung und durch den "Förderverein Roma" betriebene Kindertagesstätte für Roma ein. Darüber hinaus besteht der Zweck des Vereins in

a) der Beratung in rechtlichen und sozialen Angelegenheiten unter Beachtung des Rechtsberatungsgesetzes,
b) der Organisation von Angeboten in den Bereichen Kultur, Information und Politik,
c) in der Bereitstellung von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie schulischer Unterstützung,
d) in der Bereitstellung von fachlich qualifizierten pädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche
e) in der Förderung der Begegnung zwischen Roma und Nicht-Roma.

Die wichtigsten Bereiche des Förderverein Roma

Die Sozialberatung bildet die Grundlage aller Aktivitäten des Förderverein Roma e. V. Das Spektrum der Tätigkeiten beinhaltet die Hilfe bei Problemen bezüglich Aufenthalt, Lebensunterhalt, Unterkunft, Gesundheit, Straffälligkeit, Ausbildung, Schule und Berufstätigkeit sowie die Betreuung/Begleitung von Überlebenden der Verfolgung im Nationalsozialismus. 

Kindertagesstätte „Schaworalle“ mit integriertem Schulprogramm für Grund- und Hauptschüler. Ein erfolgreiches, bundesweit anerkanntes Modellprojekt. Gegenwärtig werden etwa 70 Kinder im Alter von drei bis 16 Jahren betreut. In erster Linie sind dies Roma aus Rumänien. Im April 2006 erhielt Schaworalle für sein beispielhaftes Engagement die Theodor-Heuss-Medaille.

Das Projekt „Berufliche Bildung, schulische Qualifikation und Erwerbstätigkeit für Roma-Jugendliche und junge Erwachsene“
Die Initiative ist mit ihrem speziellen Profil, das berufliche Bildung und Orientierung sowie schulische Qualifikation für Roma zwischen 16 und 26 Jahren anbietet, einmalig. Das Projekt wurde 2003 gestartet. Die TeilnehmerInnen absolvieren unterschiedliche Praktika, besuchen einen Wirtschafts- und Computerkurs und haben die Möglichkeit, sich schulisch weiter zu qualifizieren. In der ersten Phase des Projektes (2003 bis 2005) erwarb die Hälfte aller Jugendlichen den Hauptschulabschluss. Das Projekt wird finanziert vom Rhein-Main-Jobcenter, dem Jugend- und Sozialamt, der Sozialministerium Hessen (ESF-Mittel) und der Stiftung Pro Region.

Die sozialpädagogische Lern- und Familienhilfe unterstützt Roma-Familien in den verschiedenen Stadtteilen von Frankfurt am Main. Zielsetzung ist die konkrete Hilfe für Kinder innerhalb der Familie im schulischen und außerschulischen Bereich.

Das Kleinprojekt „Übersetzung, Begleitung, Vermittlung“ ist seit etwa zwei Jahren im Bereich Konfliktmanagement in Kooperation mit Schulen, dem Jugend- und Sozialamt, dem Ordnungsamt und der Polizei tätig. Es wird versucht, in enger Zusammenarbeit mit den Roma-Familien Fragen im Bereich Bildung, Wohnen und Gesundheit zu besprechen und Entwicklungen/Hilfen im Sinne der Roma in Gang zu setzen.

Phiharmonischer Verein der Sinti und Roma e. V. Frankfurt am Main

Der Förderverein Roma e. V. war Gründungsmitglied des 2001 geschaffenen Philharmonischen Vereins der Sinti und Roma. Der Förderverein stellt Räume, Equipment und sowohl praktische wie finanzielle Unterstützung bereit, damit der Philharmonische Verein seine Arbeit, nämlich der Pflege des musikalischen Erbes der Sinti und Roma, nachkommen kann. In 2006 plant der Verein erneut zwei große Konzerte.


Konzept der Erwachsenenbildung

Das Angebot einer Unterstützung von Roma im Altersbereich zwischen 26 und 65 Jahren hat die soziale Lage der Familien und Einzelpersonen zu berücksichtigen. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit ist nur möglich, wenn die alltäglichen und zum Teil existentiellen Probleme Beachtung und Hilfe finden. Diese Leistung kann über die Sozialberatung (Aufenthalt, Existenzsicherung, Straffälligkeit, Wohnung etc.) oder über das pädagogische Angebot für Kinder und Jugendliche, das der Förderverein Roma vorhält, erbracht werden. Der Träger profitiert von den bereits seit vielen Jahren bestehenden Kontakten zu deutschen und ausländischen Roma und dem damit verbundenen Vertrauensvorschuss. Darüber hinaus sind die bestehenden Kontakte zu den Kooperationspartnern Rhein-Main-Jobcenter, Jugend- und Sozialamt, Sozialministerium, Ordnungsamt, AmkA und verschiedenen Beschäftigungs-initiativen dienlich in der Gestaltung der Arbeit. 

Anfragen seitens öffentlicher Institutionen, allerdings auch seitens der Familien selbst - die aufgrund der Kontaktnahme mit dem RMJ oder weil berufliche bzw. aufenthaltsrechtliche Interessen eine Rolle spielen - bewegen den Träger neben den eingangs erwähnten generell miserablen Bildungsmöglichkeiten für Roma dazu, ein adäquates Angebot, das über die bisherige Initiative „Mama lernt deutsch“ hinausgeht, zu entwickeln.


Eckpunkte

Den unterschiedlichen Voraussetzungen ist gerecht zu werden, d. h. das Bildungsangebot hat sowohl

-
 den Aspekt der ersten Alphabetisierung und Vermittlung grundsätzlicher Sprachkenntnisse sowie
-
 Kenntnisse im Lesen, Schreiben, Sprechen als auch
-
 die berufsspezifischen Anforderungen bei bereits fortgeschrittenen TeilnehmerInnen, d. h.
      o Bewerbungsschreiben,
      o Bewerbungstraining,
     
o Begleitung,
      o Vermittlung von Betriesbabläufen und relevanten Kenntnissen

-
Fortbildungsmöglichkeiten als weitere berufliche Perspektive
      o Praktika
      o Lehrgänge (schweißen, Führerschein etc.) und
      o Ausbildung bzw. Qualifizierung im Hinblick auf Erwerbstätigkeit

zu berücksichtigen.

Hinzu kommen Unterrichtseinheiten im Rahmen der

     -
   politischen Bildung, die insbesondere für das Verstehen gesellschaftlicher Prozesse und für das Einbürgerungsverfahren von Bedeutung sind und
     -
   Vermittlung lebensweltlicher Kenntnisse (Funktion und Aufgaben von Behörden, Nutzung von Medien, Rechte, Pflichten, Erkundung des Sozialraumes der Stadt, in der man lebt) 


Förderung und begleitende Angebote

Ein binnendifferenzierter Unterricht in zwei Gruppen fördert die Entwicklung und den Übergang in die verschiedenen Stufen und Leistungsprofile für Personen unterschiedlichen Alters und Geschlechts. Die Durchführung bzw. Begleitung des Unterrichts von muttersprachlichen MitarbeiterInnen ist in diesem Zusammenhang von enormer Bedeutung. Die Kommunikation in der Muttersprache ist sowohl vom Verständnis als auch seitens der Entwicklung von Lösungen sehr wichtig. Die muttersprachliche Begleitung unterstützt zudem die Bereithaltung von Gesprächsangeboten in Krisensituationen, hilft bei individuellen Motivationseinbrüchen, persönlichen Problemlagen, psychosozialen und gesundheitlichen Schwierigkeiten, erleichtert den Einstieg in Ausbildung und Erwerbsarbeit und wirkt Stigmatisierungsprozessen entgegen.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Kontakte zu den Familien, vor allem im Hinblick auf die Förderung von Frauen,  d. h. Unterstützung
      -
     bei der Beschulung der Kinder,
      -
     bei der Betreuung von Kleinkindern und bei der
      -
     Ausbildung bzw. Qualifizierung von Jugendlichen

Ein Bildungsangebot, das ausschließlich Frauen zur Verfügung steht, sollte bei Bedarf vorgehalten werden.

Relevante Kooperationspartner des Erwachsenenbildungsprojektes sind
      -
     das RMJ
      -
     die Agentur für Arbeit
      -
     betriebliche und überbetriebliche Ausbildungs- und Beschäftigungsstätten
      -
     Träger der weiterführenden Qulifizierung (Caritas, Berlitz, IB, Frankfurter Verein, Werkstatt Frankfurt)
      -
     die Industrie- und Handelskammer
      -
     die Handwerkskammer
      -
     das Jugend- und Sozialamt u. a. städtische Behörden
      -
     kommunale und freie Träger im Bereich überbetriebliche Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung
      -
     Sozialministerium Hessen
      -
     VHS
      -
      Initiative EQUALS (Effizienz und Qualität in der Alphabetisierung durch Lebensweltforschung und Entwicklung sozialintegrativer Beratungs- und Lernangebote)

Die enge Zusammenarbeit aller Akteure in Bezug auf die Förderung der einzelnen Person und in Hinblick auf die fortlaufende Gestaltung und Entwicklung des Bildungsangebots bildet die Grundlage der Arbeit.


Förderplan

Vermittlung und Anwendung grundsätzlicher Kenntnisse
Berufskunde/Sozialkunde/Gesellschaftslehre/Handelslehre/Deutsch/ Mathematik/EDV

6   Wochenstunden
      -     Ermittlung des individuellen Kenntnisstandes
      -     erste Berufsinformation und Entwicklung einer beruflichen Perspektive
      -     Erstellen eines Förderplanes

      -
    Aufbau von Staat und Gesellschaft, Geschichte, Grundbegriffe der Demokratie, Herrschaftsformen, gesellschaftsrelevante Themen (Zusammenleben, Perspektiven, Kultur, Migration)
      -
     Verträge, Rechte und Pflichten
      -
     Exkursionen Römer, VHS, hr, Besuch von Veranstaltungen
      -
     Betriebsbesichtigungen
      -
     Kontaktnahme mit Weiterbildungseinrichtungen
      -
     Kontaktnahme mit Betrieben zwecks Ausbildung oder Erwerbsarbeit

6 Wochenstunden 
      -
     Alphabetisierung (Buchstaben, Wörter, Sätze, Verstehen, Lesen, Scheiben, Bildergeschichten, Anwendung, Grammatik) mit einem Fachlehrer und einem muttersprachlichen pädagogischen Mitarbeiter
      -
      Festigung der Sprache für Fortgeschrittene (Texte, lesen und verstehen, Zeitung, Filme, Bücher, Anträge), Konversation im täglichen Leben (Einkauf, Ämter etc.) und im beruflichen Bereich, Exkursionen in Betriebe, Besuch der Agentur für Arbeit und des Berufsinformationszentrums
      -
      Sprechen, freies Schreiben und Beschreiben, Argumentieren, Dialog, Kommunikation anhand aktueller Themen, Verhalten in Behörden
      -
      Vermittlung des Arbeitens im EDV-Bereich, Anwendung des Gelernten

4 Wochenstunden
       -
      Grundrechenarten, Rechengesetze, Maße, Mengen, Prozent, Bruch, Potenz, Geometrie, Textaufgaben, kaufmännisches Rechnen (Preise, Abschläge, Kalkulation) und praktische Anwendung in Arbeit und Alltag

Bewerbung

4 Wochenstunden
       -
       Erstellung einer schriftlichen Bewerbung (Lebenslauf, Zeugnisse, Beurteilungen, Gestaltung der Unterlagen, Beachtung von Profilen und Anforderungen)
       -
       Bewerbungstraining durch Rollenspiele, Infomaterial, Reflexion mit Videomaterial, persönlicher und sprachlicher Ausdruck und Auftreten
       -
       Anwendung im EDV-Bereich


 TeilnehmerInnen, deren Entwicklungsprozess den Erwerb des Hauptschulabschlusses als empfehlenswert und deren berufliche oder Ausbildungsperspektive durch diese Qualifikation unterstützt wird, soll die Möglichkeit geboten werden, den HSA extern zu erwerben. In diesen Fällen findet eine enge Kooperation mit dem Berufsbildungsprojekt für Roma-Jugendliche statt.

sozialpädagogische Begleitung/muttersprachliche Unterstützung

39 Wochenstunden für zwei MitarbeiterInnen (2 halbe Stellen)
       -
      Hilfe bei Arbeits-, Ausbildungs- oder Qualifikationssuche,
       -
      Kontaktnahme mit Betrieben
       -
      Begleitung bei Ämtergängen
       -
      Anbahnung von Ausbildung und Erwerbsarbeit
       -
      Hilfe in Krisensituationen (Familienprobleme, Motivationsbrüche, persönliche Schwierigkeiten, gesundheitliche Probleme)
       -
      Familienkontakte und -gespräche
       -
      Weitervermittlung in fachspezifische Beratungen (RMJ, Sozialberatung, Schuldnerberatung, aufenthaltsrechtliche Beratung)
       -
      Unterrichtsbegleitung und Einzelförderung


Alle Einheiten sind offen und so gestaltet, dass der Quereinstieg möglich ist. Der Unterricht kann montags bis mittwochs ab 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr und donnerstags und freitags ganztags in entsprechend ausgestatteten Räumen des Förderverein Roma stattfinden. Es wird binnendifferenziert, in Kleingruppen oder mittels Einzelförderung gearbeitet. Das Personal besteht aus fachlich qualifizierten Honorarkräften für die Unterrichtsbereiche, einer/m Sozialpädagogin/en und einer/m muttersprachlichen pädagogischen Mitarbeiterin/r.

Jeweils ein Mal pro Woche wird in der zweistündigen Teamsitzung aller pädagogischer MitarbeiterInnen die Organisation, Abstimmung und Inhalte der Tätigkeit reflektiert sowie dokumentiert und gegebenenfalls konzeptionelle Überlegungen in Kooperation mit dem RMJ modifiziert.


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