Wie in ganz Deutschland sind auch Roma in Frankfurt am Main immer wieder mit
Formen von Rassismus und Diskriminierung konfrontiert – häufig in
institutionalisierter Form. Im Kontakt mit Behörden wie Sozial- oder
Jugendämtern erleben viele Familien Benachteiligung, Misstrauen oder ungleiche
Behandlung. Diese Erfahrungen bleiben oft unsichtbar – und genau das möchten wir
ändern.
In einer Podiumsdiskussion sollen Dynamiken von institutioneller Diskriminierung öffentlich sichtbar gemacht sowie ein Raum für Austausch, Empathie und gemeinsames Nachdenken geschaffen werden.
1. Erfahrungsberichte von Jugendlichen aus der Roma-Community: Junge Menschen berichten über Diskriminierungserfahrungen in Schule, Ausbildung und Alltag.
2. Begegnungen mit Behörden: Erwachsene Community-Mitglieder beschreiben ihre Erfahrungen mit Behörden, wie dem Jugendamt, und sprechen über strukturelle Herausforderungen.
3. Wissenschaftliche Einordnung: Dr. Kathrin Schulze (Arbeitsbereich Heterogenität und Diversität | Sozialpädagogik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz) ordnet die Erfahrungen als Ausdruck von strukturellem Antiziganismus und institutioneller Diskriminierung in der Sozialen Arbeit ein.
4. Rechtliche Unterstützung und Empowerment: Das neue MIA-Rechtshilfenetzwerk stellt vor, welche rechtlichen Möglichkeiten und Unterstützungsangebote Roma inzwischen durch dieses Netzwerk erhalten können.
Ziel ist es, institutionelle Diskriminierung sichtbar zu machen, Erfahrungen zu teilen und neue Perspektiven der Zusammenarbeit zu eröffnen. Im Anschluss an die Diskussion möchten wir gemeinsam mit Vertreter:innen der Roma-Community, Studierenden und Fachkräften eine Lenkungsgruppe ins Leben rufen. Diese soll Strategien für eine bessere Kooperation zwischen Behörden und Roma-Vereinen entwickeln und langfristig zu einer diskriminierungsfreieren Praxis beitragen. Die Roma-Vereine sollen dabei als Ressourcen und Vermittler zwischen Community und Institutionen wirken – für mehr Vertrauen, Respekt und Chancengleichheit.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.
Anmeldung über:
https://forms.gle/7Fxk4kbheRoX3q7y9
Gemeinsam gegen institutionelle Diskriminierung – für eine Gesellschaft, in
der alle Stimmen gehört werden.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den
offenen Austausch.