Aktuelles
Roma Center Gegen die Sicherheitslogik im Umgang mit prekarisierten Menschen
Das Roma Center kritisiert, dass auf soziale Probleme zunehmend repressiv reagiert wird. Statt Menschen vor Armut, Rassismus und Ausgrenzung zu schützen, werden ihnen Leistungen gekürzt und ihre Kontrolle intensiviert. Als Beispiele nennen die Kolleg*innen das „Kompetenzzentrum zur Bekämpfung organisierten Leistungsmissbrauchs“ und neue Kooperationsstrukturen wie die GeKo in Nordrhein-Westfalen.
Pressemitteilung: Roma Center warnt vor neuer Sicherheitslogik im Umgang mit prekarisierten MenschenNotunterkunft am Eschenheimer Tor Die Lage der Roma-Migrant:innen verschlechtert sich
Der FV Roma kritisiert die Schließung der Notunterkunft am Eschenheimer Tor . So unangemessen schon die Unterbringung in der U-Bahnstation war: Die Ersatzlösung Menschen bei sommerlicher Hitze nun in Zelten unterzubringen, ist völlig inakzeptabel. Sie ist Teil der allgemeinen antisozialen Kahlschlagspolitik.
Pressemitteilung des Förderverein Roma e. V.Alle starten in die Sommerferien … MIA Hessen und RIAS Hessen geben Hausaufgaben mit
Seit zwei Jahren arbeiten MIA Hessen und RIAS Hessen gemeinsam gegen Antiziganismus und Antisemitismus, dokumentieren die Vorfälle und stehen den Betroffenen solidarisch zur Seite. Zum Ferienbeginn haben sie eine Zwischenbilanz gezogen und notwendige Konsequenzen im Bildungsbereich formuliert.
Presseinformation der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Hessen (MIA Hessen) und der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen)Antiziganismus Sicherheit für Roma* und Sinti*
Die Angriffe auf Roma* und Sinti* auf allen Ebenen sind seit Jahren auf einem erschreckend hohen Niveau. Hier nur einige Beispiele:
In Duisburg-Hochfeld läßt die Stadt regelmäßig sogenannte Problemimmobilien unter verschiedenen Vorwänden räumen – betroffen sind davon vor allem Roma*. Statt Schutz zu erhalten werden die Leute obdachlos. Zentrum für Kultur Hochfeld
In München gab es am 15. Mai einen antiziganistischen Angriff mit Messern und Eisenstangen auf ein Arbeiterwohnheim, bei dem 4 Menschen aus Bulgarien verletzt wurden. dROMa
Einen Tag später griff ein antiziganistischer Mob Fahrende im Landkreis Regensburg an. dROMa
Im April beleidigte und demütigte eine Gruppe von AfD-Politiker*innen Roma* in Gelsenkirchen. dROMaKelly Laubinger erklärt im Interview Warum Sinti* und Roma* sich in Deutschland nie sicher fühlen können.
In den Communities wächst die Bedürfnis nach mehr Sicherheit. Auch auf dem Bundes Roma Kongress 2026 wurde darüber diskutiert, wie Strategien für mehr Sicherheit entwickelt werden können.Fachtag und Festakt 170 Jahre Ende der Versklavung von Roma*
Vor 170 Jahren endete nach über 500 Jahren die Versklavung der Roma* in Rumänien. Dazu fand am 19. Juni von 10:00–21:00 Uhr im Haus am Dom ein Fachtag und Festakt mit Vorträgen, Musik und Gespräch statt. Der Festakt wurde per Video aufgezeichnet und kann auf YouTube angesehen werden.
In Sinti und Roma: Wer sind wir? schreibt Nicoleta Bitu auf RomArchiv auch über die Geschichte der Sklaverei in Rumänien
MIA 4. Jahresbericht zu antiziganistischen Vorfällen in Deutschland
MIA dokumentiert im Jahr 2025 2.076 Fälle. Dies ist erneut ein deutlicher Anstieg (plus 24%) im Vergleich zum Vorjahr (1.678 Vorfälle).
Den Jahresbericht gibt es auch in einer Kurzfassung
13. Juni Jahrestag der Vertreibung der Roma* aus dem Kosovo
Ab dem 13. Juni 1999, wenige Tage nach dem Ende des Krieges gegen Jugoslawien und dem Abzug der jugoslawischen Armee infolge des Einsatzes der NATO, begann die systematische Vertreibung der Roma aus dem Kosovo. Das Roma Antidiscrimination Network (RAN) erinnert an die Vertreibung und Ermordung der Roma* aus dem Kosovo im Jahr 1999 . Auch der BundesRomaVerband (BRV) fordert die Anerkennung des 13. Juni als offiziellen Gedenktag
In Vertrieben, vergiftet und vergessen - Die Roma sind die vergessenen Opfer des Kosovo-Krieges aus dem Jahr 2019 beschreibt Dirk Auer für die Rosa-Luxemburg-Stiftung die Situation der Roma* aus dem Kosovo und das Verhalten der internationalen Gemeinschaft.
Ekelhafter Antiziganismus AfD demütigt und beleidigt Roma*
Die AfD-Politikerin Enxhi Seli-Zacharias hat gemeinsam mit anderen eine Aktion gegen Roma* in Gelsenkirchen durchgeführt, gefilmt und das Hetzvideo veröffentlicht. Mit provokativer Pose fordert sie Diese Menschen müssen unsere Stadt verlassen! Roma* - und wen die antiziganistische Gruppe dafür hält – wurden beschimpft und als „Blutsauger unseres Sozialstaates“ bezeichnet. dROMa
AfD lässt Migranten in Gelsenkirchen putzen WDR,
Ekelhafter und abscheulicher Rassismus taz,
Die AfD filmt, wie sie MigrantInnen in Gelsenkirchen die Straße („freiwillig“) putzen lässt – und sorgt mit den Parallelen zum NS-Regime nicht bei allen für Entsetzen LabournetLaut Correctic ermitteln nun Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung und Nötigung gegen die AFDler*innen.
Offener Brief Protest gegen Kürzungspläne
Gemeinsam mit mehr als 100 anderen Initiativen und Organisationen hat der Förderverein Roma e.V. einen offenen Brief gegen die Kürzungspläne bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen unterzeichnet.
Argumente gegen die Kürzungen bei Eingliederungshilfe, Kinder- und Jugendhilfe und Unterhaltsvorschuss hat der Paritätische Wohlfahrtsverband online gestellt.
Ringvorlesung Jura Recht gegen Sinti* und Roma*
Am 9. Juni um 16:00 Uhr referierte RA Dr. Mehmet Daimagüler im Hörsaalzentrum am IG Farben Haus im HZ 6 zum Thema Die Ordnung der Ausgrenzung: Recht gegen Sinti:zze und Rom:nja nach 1945. Von 2022 bis 2025 war Mehmet Daimagüler Antiziganismus-Beauftragter der Bundesregierung. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung Sicherheit und Ordnung: Juristische Kontinuitäten in der Bundesrepublik nach 1945 statt.